Am 20.11.2019 feiert die Kinderrechtskonvention ihr 30-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums verleihen wir unserer Forderung Nachdruck, informelle Bildungswege schnellstmöglich zu legalisieren!

Bereits seit Jahrzehnten ist wissenschaftlich erwiesen, wie Lernen funktioniert. Intrinsische Motivation, individuelle Begleitung, Begeisterung und das Lernen im eigenen Tempo stehen dabei im Mittelpunkt. Die Ablegung einer jährlichen Externistenprüfung nach dem Lehrplan steht dazu im Widerspruch.

Um zu einer positiven Veränderung sowohl für die Familien, die ihren Söhnen und Töchtern die Möglichkeit geben, sich selbstbestimmt zu bilden, als auch für die Behörden beizutragen, haben wir als Verein ein Positionspapier mit dem Titel

“ALTERNATIVEN ZUR EXTERNISTENPRÜFUNG. Überblick, Fakten und Lösungen zur Realisierung informeller Bildungswege“

ausgearbeitet, dessen Umsetzung sofort möglich ist. Dieses Positionspapier wurde am 20.11.2019 an die zuständigen Behörden übergeben – mit der nachdrücklichen Bitte um baldmögliche Vereinbarung eines ersten Arbeitstreffens.

Falls auch Sie unser Anliegen durch Ihre Unterschrift und/oder Ihre Stellungnahme unterstützen wollen, können Sie das Positionspapier HIER herunterladen und in diesem Formular online Ihre UNTERSTÜTZUNGSERKLÄRUNG abgeben. Wer in seinem Umfeld weitere Unterschriften sammeln möchte, findet hier eine Unterschriftenliste zum Download und Ausdrucken.

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Engagierte Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen unterstützen unser Positionspapier, unter anderen:

* Ao. Univ. Prof. Dr. Karl Garnitschnig (Erziehungswissenschaftler, Psychotherapeut) Stellungnahme im Volltext herunterladen
* Erwin Wagenhofer (Filmemacher z.B. Alphabet, But Beautiful)
* Naomi Aldort (Familienbegleiterin USA) Stellungnahme im Volltext herunterladen
* Peter Gray (Entwicklungspsychologe USA) Stellungnahme im Volltext herunterladen
* Michael Mendizza (Filmemacher, Autor USA) Stellungnahme im Volltext herunterladen
* Alan Thomas (Psychologe, Autor London) Stellungnahme im Volltext herunterladen
* Erwin Thoma (Unternehmer, Buchautor)
* Lienhart Valentin (Buchautor)

Nachstehend einige Auszüge aus den Stellungnahmen und Kommentaren weiterer Unterstützer:

* OStR. Mag. Tilmann Schleicher (BAfEP):
Ich bin seit mehreren Jahrzehnten im Bildungsbereich tätig und setze mich für ähnliche Anliegen wie die der FreilernerInnen im institutionalisierten Bereich ein. Seminaristischer, themen- sowie schwerpunktzentrierter und damit prozessorientierter „Unterricht“, Projektphasen, selbstorganisierte Lernphasen sowie partizipatorische Ansätze der Pädagogik werden hier strukturiert gelebt. Ausgangspunkt der Ausbildung ist das Individuum und seine Entfaltungsmöglichkeiten, dabei ist Wertschätzung die handlungsleitende Grundeinstellung!
Diese Möglichkeiten der Lern- und Persönlichkeitsentfaltung sollte überall möglich sein – zu Hause und in der Schule. Da derzeit nicht alle Bildungseinrichtungen über die personalen sowie materiellen Ressourcen für eine optimale Lernentfaltung bei jungen Menschen verfügen, muss es ein Recht auf Bildungsfreiheit geben und dem Einsatz der FreilernerInnen ist es zu verdanken, dass es fundierte Vorschläge gibt, die aktiv die Mitgestaltung unseres Bildungsraumes ermöglichen!
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* Franz Gerstbauer (Pädagoge, Prüfer bei Externistenprüfungen und Bildungsstadtrat):
Aus meinen persönlichen Erfahrungen heraus gibt es durch mich die volle Unterstützung und Zustimmung für die Forderung der „Prozessorientieren Begleitung“. Dieses umfassende und akribisch aufgearbeitete Positionspapier zeigt, dass mit Ernsthaftigkeit versucht wurde, mögliche Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Ich wünsche mir, dass Verantwortliche in den Diskurs eintreten, mit dem Ziel einen gemeinsamen Lösungsweg zu finden.
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* Prof. Dr. habil. Thomas Mohrs, Pädagogische Hochschule Oberösterreich:
Das bestehende Schul- und Bildungssystem mit seiner Stoff-Stopfgänse-Pädagogik ist über weite Strecken ein VERbildungssystem, wird wesentlichen Erkenntnissen der Entwicklungspsychologie und der Gehirnforschung nicht gerecht. Freilernen bietet zumindest die Möglichkeit alternativer und konstruktiver Wege der Bildung.

* Ao. Univ. Prof. Dr. Karl Garnitschnig (Erziehungswissenschaftler, Psychotherapeut):
Es ist innerhalb der Erziehungswissenschaft eine Binsenweisheit, dass die Leistungsfeststellung und -beurteilung der Art und Weise entsprechen müsste, wie gelernt wurde. Es ist daher der Maßstab für die Leistungsbeurteilung auch bei den Freilernern entsprechend ihrem Lernen zu gestalten. Es wäre jedenfalls eine strukturelle Gewalt am Kind, wenn man die sg. Externistenprüfung wie in Schulen durchführte. Es wäre eine primitive Form der Anwendung des Schulgesetzes….
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* Karen Kern (Pädagogin, Lernbegleiterin kern-bildung.de, Vorstand Freilerner Solidargemeinschaft e.V.):
70-80 % des Lernens findet auf informelle Art statt. Dies wird schon in der Faure Studie von 1973 festgestellt. Würden wir diese Zahlen in unserer Gesellschaft wirklich ernst nehmen, hätte formales schulisches Lernen und Lernen auf Prüfungen mittlerweile eine weitaus geringere Bedeutung. Informelles Lernen ist kaum planbar und nicht einfach überprüfbar. Es ist weder möglich noch sinnvoll, dafür laufend Noten zu geben und damit Leistungen zu vergleichen. Die Teilnahme an einer Externistenprüfung auf eigenen Wunsch, z.B. zum Erwerb eines Schulabschlusses, stellt dagegen auch nach vorwiegend informeller Bildung eine ganz andere Situation dar – dies sollte gefördert und jederzeit ermöglicht werden.
Junge Menschen haben ein Recht darauf, dass ihre Meinung in allen sie betreffendenAngelegenheiten gehört und angemessen berücksichtigt wird. Dass muss auch für die Bildung des jungen Menschen gelten. Solange nachweislich Bildung – und dazu gehört auch die selbstbestimmte informelle Bildung – stattfindet, müssen aus ethischen Gründen die Wünsche eines jungen Menschen in Bezug auf den eigenen Bildungsweg gehört, respektiert und berücksichtigt werden.
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* Blake Boles (Author of The Art of Self-Directed Learning, Better Than College, and College Without High School; Founder of Unschool Adventures) blakeboles.com:
Selbstgesteuertes Lernen – von manchen als „Unschooling“ bezeichnet – ist in den USA ein erfolgreicher Bildungsansatz. Es wird von Kindern aller sozialen Schichten praktiziert, die regelmäßig die Universität besuchen und als Erwachsene „normale“ Jobs erhalten. Ohne invasive Tests oder behördliche Überwachung finden diese jungen Menschen mit Unterstützung ihrer Familien, Kollegen, einer breiteren Community und vor allem des Internets heraus, was sie lernen müssen (in ihrem eigenen Tempo und an ihrem eigenen Ort). Nachdem ich mehr als ein Dutzend Jahre mit nordamerikanischen Schülern zusammengearbeitet habe, habe ich die Kraft des selbstgesteuerten Lernens gesehen, um das Leben junger Menschen zu verändern, die in der konventionellen Schule nicht erfolgreich sind. Ich hoffe, dass Österreich dem Beispiel der Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland, Norwegen und der zunehmenden Anzahl anderer Länder folgt, die Familien das gesetzliche Recht einräumen, ganztägig und ohne invasive Vorschriften selbstgesteuertes Lernen zu betreiben.
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* Birgit Schwendinger:
Ich bin voll und ganz für die Anliegen im Sinne der Kinder für freies Lernen…

* Christian Runda:
Kinder haben ein Recht auf Bildung, aber kein Recht auch die Bildung auszusuchen? Und wenn sie die vorgeschriebene Bildung nicht mitmachen wollen, dann werden sie bestraft? Ist das jetzt ein Recht oder eine Pflicht? Bitte geben Sie den Kindern wieder das eigene Recht auf selbst gewählte Bildung!

* J.E.:
Der Druck der Externistenprüfung am Ende des Schuljahrens erschwert in meinen Augen das freie Lernen der Kinder. Es ist ein immenser Druck, diese Prüfung positiv abzuschließen, da man ja sonst das Schuljahr in einer Schule nochmals wiederholen muss.

* Anna Sattlberger:
Als Mutter von vier Kindern weiß ich, wie unterschiedlich Kinder lernen und wie wichtig eine individuelle Begleitung und Förderung ihrer Interessen ist. Nur so kann die lebenslange Freude am Lernen und damit der stetige Lernerfolg gesichert werden. Durch die Externistenprüfung, wie sie momentan durchgeführt wird, ist dies leider nicht in vollem Ausmaß möglich.

* Werner Flasch:
Super, dass ihr das macht!

* Gabriela Riebetz-Monkowius:
Ich hoffe, dass Österreich dem Beispiel der Vereinigten Staaten, Kanada, Großbritannien, Australien, Neuseeland, Norwegen und der zunehmenden Anzahl anderer Länder folgt, die Familien das gesetzliche Recht einräumen, ganztägig und ohne invasive Vorschriften selbstgesteuertes Lernen zu betreiben.

* Rebecca Noelle Smith:
Danke!

* Daniela Ruttensteiner:
Vielen DANK für Eure großartige Arbeit!

* Ursula Kliment:
Ich bin Mutter von 3 Kindern und die Schulzeit meiner Kinder war eine große Herausforderung für mich! Bitte lasst zu, dass sich im Bildungssystem etwas ändert, denn da wird soviel kaputt gemacht von der Persönlichkeit und Individualität; es belastet das Leben vieler Familien sehr. Das Beste, was wir für unsere Zukunft tun können ist, den Kindern zu ermöglichen glücklich zu sein und voller Begeisterung und Neugierde das Leben zu erfahren und zu meistern, damit sie starke Persönlichkeiten werden, die Gestalter sind und keine Pflichterfüller, denn die werden immer mehr krank und das können wir uns bald nicht mehr leisten, wie man sieht.
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* Harald Fritz-Ipsmiller, Akademie für Kunsttherapie®:
Herzlichste Gratulation für die Erfolge, die schon heimgefahren werden konnten!

* Martina Felsch:
Herzlichen Dank für all eure Arbeit und Zeit!

* Iris A. Meyer:
Je mehr ich mich mit „Gewaltfreier Kommunikation“ beschäftigt habe, desto mehr habe ich bemerkt, dass die öffentliche Schule den Bedürfnissen von Kindern, deren Erziehungsbeauftragten und auch von den Lehrenden sehr oft nicht gerecht wird. Daher unterstütze ich alle Bemühungen, „Schule“ zu einem wertschätzenden, förderlichen Lernort zu machen. Denn für viele Kinder und deren Familien ist es schlichtweg nicht denkbar oder möglich, freies Lernen fern von der Schule zu praktizieren. Gleichzeitig ist mir wichtig, dass die Kinder und deren Familien, wo dieser selbstbestimmte Weg des individuellen und natürlichen Lernens möglich und erwünscht ist, darin unterstützt werden. Deshalb hoffe ich, dass dieses Positionspapier von den österreichischen Schulbehörden als Grundlage für eine fruchtbringende Zusammenarbeit aufgenommen wird – eine Zusammenarbeit von den Menschen, die für die Behörden im Sinne des Gemeinwohls tätig sind, und den Menschen, die sich für die Freilern-Gemeinschaft und alle (jungen) Menschen, die sich für einen selbstbestimmten Bildungsweg entscheiden (möchten), einsetzen.

* Josef Berger:
Wir unterstützen die Anliegen in den Positionspapieren voll und ganz. Danke für Euren Einsatz, damit das Freilernen auch am Ende des Schuljahres angstfrei bleibt.

* Sascha Tscherni:
Ich bedanke mich herzlichst für die Erstellung des Positionspapiers. Ich wünsche mir, dass der Inhalt dieses Papiers von öffentlichen Entscheidungsträgern auch gehört wird, mehr und mehr in die Diskussion einfließt und mit dem Blick auf die sozialen Aspekte des Lernens entschieden wird. Danke!

* Dominik Weiß:
Wir unterstützen das Unterfangen voll und ganzheitlich!!

* Heidrun Krisa:
Es darf nicht sein, dass Menschen, die sich ganz besonders intensiv für die Zukunft der Menschen auf diesem Planeten einsetzen, dafür bestraft werden! Gesetze müssen den Menschen dienen und nicht umgekehrt! Daher ist DRINGEND Handlungsbedarf gegeben! Jeder einzelne von uns kann dazu beitragen, dass positive Veränderungen umgesetzt werden! Tun wir es! JETZT! Eine Öffnung der Bildung durch die Umsetzung der „Alternativen zur Externistenprüfung“ ist ein erster kleiner Schritt!

* Tamara Trombitas:
Es ist höchste Zeit, dass die Erkenntnisse aus der Hirnforschung wie Lernen funktioniert, umgesetzt werden und Bildung in Österreich sich befreit von den Vorgaben des Staates!

* Maria Durlacher:
Frei-sich-bilden ist so potentialgeladen, natürlich und würdevoll, dass es dringend einen fixen Platz in der Wahrnehmung der Menschen braucht. Und dass es als offizieller Bildungsweg auch in Österreich etabliert und beschreitbar ist.

* Claudia Eva Kössner:
Lernen ist wie Atmen

* Grace Llewellyn, (USA), author of *The Teenage Liberation Handbook: how to quit school and get a real life and education*, co-author of *Guerrilla Learning: how to give your kids a real education with or without school*, editor *Real Lives: eleven teenagers who don’t go to school*, and editor *Freedom Challenge: African American Homeschoolers*. Founder and director, Not Back to School Camp (www.nbtsc.org):
We have seen through the experiences of thousands of unschoolers and other young self- directed learners that schooling is not necessary for a person to become a successful, happy, contributing member of society. And we can also easily see by observing and talking with youth that schooling (and testing) often leads to unhappiness and unnecessary stress. I hope, therefore, to see Austria join the ranks of those countries which allow families to choose unschooling as a legal educational option. My perspective is based on my experience as a former school teacher (in public schools and in a private college preparatory school), as a parent, as a person who has worked with unschoolers for 25 years (primarily as a summer camp director), and as a former young person myself. 

* Harald Kusmin-Schmutzer:
Lasst die Familien mehr Selbstbestimmung walten! Wir sind nicht die Handlanger einer außer Kontrolle geratenen neoliberalen Wirtschaft! Keine MINT-Lastigkeit! Mehr Familie, weniger Mammon!

* Maria Pöcksteiner:
Großartig, dass sich Menschen darum annehmen!! Danke!

* Michael Langer:
Unzweifelhaft ist Frei-Sich-Zu-Bilden ein Menschenrecht!

* Catharina Costanzo:
Wir müssen uns nach vorne bewegen in ein neues Zeitalter, das unserer Entwicklung als Ganzheitlicher Mensch entspricht und alte, starre Systeme, die dieser Entwicklung entgegen stehen, hinter uns lassen. Leben ist Freiheit und auch lernen sollte demnach frei sein und dabei unserem Glück dienen.

* Manuel Peisker:
Österreich soll es besser machen als wir Deutschen!

* Maria Bergthaler:
Ich finde es sehr notwendig, dass Kinder und deren Erziehungsberechtigte sich für Freilernen entscheiden können und dass sie dabei nicht behindert werden durch eine Externistenprüfung!

* Sebastián Valbuena-Lenger:
Es gibt nichts wichtigeres, als unseren Kindern in einem Rahmen aus freudvollen Angeboten zu ermöglichen sich frei nach ihrem „inneren“ Lehrplan zu entfalten. Das Vertrauen, Geduld, Respekt und Liebe, die wir ihnen dabei entgegenbringen, werden sie dabei als Selbstliebe, Selbstvertrauen und Geduld mit sich selbst in Form von Selbstfürsorge und Respekt für das Leben auf und für diese Erde als lebenslange Ressourcen verinnerlichen!

* Dr. Alan Thomas, Psychologe und Autor:
Self directed learning can be understood as a continuation and extension of the way that all children learn before reaching school age. My research and that of others, documents clearly how children learn autonomously following what I have called their informal curriculum in the context of home, family and the wider community.
For anyone new to self-directed learning it may be difficult to understand how children can acquire a well rounded education without any obvious structure or direct teaching. However, it has become a well recognised approach in the home educating community throughout the world…..
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* Naomi Aldort, Best selling parenting author, speaker and columnist worldwide:
In the USA un-schooling or self-directed learning is legal and possible as part of respecting individual freedom. But there is another reason for it: This way of education results in some of the most productive, successful citizens and excelling students in top universities and in the professional world. There are many studies and statistics that have proven this fact repeatedly, including many youth academic contests regularly won by very young unschooled contestants. …
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* Peter Gray, Ph.D., research professor at Boston College:
I am a research professor of psychology at Boston College, with specialty in children’s development and education, who for many years has been studying Self-Directed Education in various settings. As part of my research I conducted a follow-up study of the graduates of the Sudbury Valley School, in Framingham, Massachusetts, which is a school designed for Self-Directed Education, and I also conducted a follow-up study of grown unschoolers—that is, of people who were homeschooled by a procedure in which they did not follow an imposed curriculum, but followed their own interests and learned in their own natural ways. Both of these studies revealed that young people in charge of their own education grow up well educated. They are able to go on to higher education if they choose, they get good jobs, and they live fulfilling adult lives. ….
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* Christian & KIKI, gluecksknirpse.de:
Für die meisten Menschen ist es nicht vorstellbar, dass ohne Schule aus Kindern etwas werden kann. Es steckt so in uns drin, dass ein Mensch, um später „Erfolg“ zu haben, zwingend eine Schule besuchen muss. Daher braucht es eine Menge Mut, sich als Eltern auf das Experiment freies Lernen einzulassen. Dann aber zeigt sich schnell: Kinder lernen schreiben, lesen, rechnen & Co. völlig ohne Druck und auch völlig ohne von außen vorgegebene Struktur. Zu dem Zeitpunkt, an dem eine neue Fähigkeit wie z.B. Lesen für sie wichtig wird. Aufmerksame Eltern können die Lernprozesse unaufdringlich unterstützen – indem sie „Lernmaterial“ bereitstellen, Impulse geben, bei Bedarf ein bisschen coachen und ganz wichtig: Vertrauen haben. Und ganz entspannt beobachten, wie sich ihre Kinder von ganz allein ganz viele Fähigkeiten und ganz viel Wissen aus eigenem Interesse, zur eigenen Zeit und in eigenem Tempo aneignen – eigenmotiviert mit Wille und Begeisterung.
Dieses freie Lernen ist nicht mehr wirklich möglich, wenn ein Kind unter Druck gesetzt wird – z.B. durch Prüfungen. Interesse und Eigenmotiviation werden ersetzt durch staatliche Vorgaben, Wille und Begeisterung werden ersetzt durch Zwang und Druck. Möchten wir das unseren Kindern wirklich antun?

* Daniela Somloi:
Um das individuelle Potenzial zu erkennen und aus ihm schöpfen zu können braucht jedes seinen eigenen Weg. Das geht nur in einem dafür offenen Raum den die Freilerner bieten. Glücklich und schaffensfroh ist wer bei sich bleiben darf! Für eine Zukunft, die ein Vielfaches an Möglichkeiten für jeden Einzelnen und für die Gesellschaft bringt und einen würdigenden Umgang bietet. 

* Sandra Schirk:
Nicht jeder passt in die bestehende Reform.

* Michael Josef Edengarter-Prosser:
Einfach gut, dass sich Leute um dieses wichtige Thema kümmern! DANKE!!!

* Marielies Klebel:
Begeisterung ist eine essentielle Grundlage fürs Lernen. Dafür braucht es v.a. auch die Freiheit sich selbst dafür entscheiden zu können, was und wie man lernt. Und jedes Kind ist einzigartig und bringt ganz eigene Talente und Bedürfnisse mit. Und diese Talente und Begeisterungsfähigkeit sind unglaublich wichtig für unsere Zukunft als Menschen auf dieser Welt, die gerade mit so vielen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen konfrontiert ist. Daher braucht es aus meiner Sicht ganz dringend eine Reform des Bildungswesen und mehr Möglichkeiten für individuelle Bildungswege! Freiheit, Liebe und Vertrauen sollten Vorrang vor Ängsten und Kontrollbedürfnissen haben!

* Christina Schafranek:
Wir sind zwar (noch) keine FreilernerInnen, doch wir finden es gut und wichtig, dass Selbstbestimmung beim Lernen gestärkt und gesellschaftlich gefördert wird.

* Doris Rogy:
Freies, selbständiges & lebenslanges Lernen ist nur dann möglich wenn alle Inhalte, die Zeit und der Raum von den Kindern mit ihren Eltern frei gestaltet werden können.

* Sandra Bussecker:
Ich habe selbst eine Tochter im häuslichen Unterricht und die jährliche Prüfung stresst uns alle. Ich wünsche mir so sehr, dass mein Kind in seinem Tempo lernen darf und dem nachgehen darf, was gerade von großem Interesse für es ist. Ich finde es wichtig, dass mein Kind die Art und Weise, sowie die Dauer der Auseinandersetzung mit etwas selbst bestimmen darf und dass das, was das Kind lernt in Zusammenhang mit dem Leben steht, sodass es Sinn im Erfahrenen sehen kann. Das braucht einfach genügend Raum und Zeit!!!

* Imelinga Rusitzka:
Ich wünsche Ihnen, Ihren Kindern und all unseren Kindern, für die Lernen wie Atmen ist…und nicht wie das Gegenteil davon…dass diese Initiative Erfolg hat!

* Richard Meth:
Eine Schande, wie wissentlich in den öffentlichen Schulen mit der Bildung unserer Kinder umgegangen wird.

* Waltraud Maier:
Ich finde es wunderbar, dass es so mutige Menschen gibt, die eine dringend notwendige Wende im Bildungsbereich ankurbeln um unseren Kindern eine sozialgetragene und wertfreie Zukunft ermöglicht, in der Lernen zur schöpferischen Freude wird! Der Frieden und Segen Gottes führe Euch, vielen herzlichen Dank!

* Melanie Aring:
Ich unterstütze das Positionspapier und hoffe, dass unseren Kindern zur Bildung bald nicht mehr nur die traditionellen, sondern auch die bewährten Wege angeboten werden.

* Hanna Breuer:
Danke für diese ausführliche Auseinandersetzung mit dem Thema „freies Lernen“ und die guten Alternativ-Vorschläge zur Externistenprüfung!

* Renate Liangos:
Das ist ein guter Weg, den engagierte Menschen beschreiten. Danke, dass ihr das macht. Es ist wertvoll für alle.

* Marina Maier:
Kreativität und Genialität lassen sich nicht in einem Lehrplan unterbringen. Ich bin jeden Tag aufs neue überwältigt, wie viel meine Kinder an Wissen in sich aufsaugen, und an manchen Stellen schon so viel weiter sind als Altersgenossen. Ich bedanke mich sehr für diese Initiative und hoffe, dass sie auf offene Ohren bei den Behörden trifft. 

* Diana Schmid:
Großartig, dass ihr euch dafür einsetzt, dass freie Bildung auch in Österreich möglich wird. Ich bin selbst Mutter von zwei kleinen Kindern und mich beschäftigt das Thema Schulbildung und wie ich die für meine Kinder gestalten will schon länger. Es ist schön, dass immerhin Home Schooling in Österreich im Vergleich zu Deutschland erlaubt ist, aber durch die Externistenprüfung wird erst recht ein Lehrplan für Kinder vorgeschrieben. Ich erlebe jeden Tag wie viel meine kleinen Kinder ganz aus eigenem Antrieb lernen und bin mir sicher, dass sie viel mehr in ihrem Leben aufgehen, wenn sie auch in Zukunft die Interessen verfolgen, die Ihnen wichtig sind. Die essentiellen Dinge die man fürs Leben in unserer Gesellschaft braucht, lernen sie da ganz nebenbei mit. Die Ausarbeitung mit einer entsprechenden Begleitung der Freilernen-Familien wie in dem Positionspapier beschrieben finde ich schön und wenn sie gut organisiert ist sicher eine Bereicherung!

* Angela Dröscher:
Nach längerer Beschäftigung mit dem Thema „Lernen“ bin ich zur Überzeugung gelangt, dass die aktuellen gesetzlichen Vorgaben in Bezug auf (Schul-)Bildung in Österreich zu strikt bzw. schlicht ungeeignet sind, um das Kindeswohl aller jungen Menschen sicherzustellen und ihre Würde, Freiheit und ihr Recht auf Mitbestimmung (insbesondere die eigenen Belange betreffend) gemäß den Menschenrechten zu wahren. Jenen, die nach reiflicher Überlegung individuelle, informelle Bildungswege beschreiten wollen, wird dies schwer gemacht um nicht zu sagen verunmöglicht. Vor den in diesem Positionspapier kurz und prägnant dargestellten Hintergründen sind die vorgeschlagenen Alternativen zur Externistenprüfung auch für Außenstehende als logische Konsequenz nachvollziehbar – noch dazu wissenschaftlich untermauert und teilweise in anderen Ländern bewährt. Ihre Berücksichtigung eröffnet für alle – Kinder, ihre Eltern, die gesamte Gesellschaft! – dringend nötige Möglichkeiten, die Herausforderungen unserer Zeit friedlich und kreativ zu bewältigen! Mein großer Dank gebührt den Autoren des Positionspapieres und allen, die sich um dessen Verbreitung bemühen. Auf dass die Politik endlich die wissenschaftlichen Erkenntnisse in diesem Bereich anerkennt und umsetzt, auf dass Österreich eine Vorreiterrolle im deutschsprachigen Raum einnimmt und unsere Kinder sich selbstbestimmt bilden dürfen, wenn sie das möchten!

 

21.01.2020: Bisher sind 315 Unterstützungserklärungen bei uns eingelangt – bitte um Mithilfe bei der weiteren Verbreitung und Umsetzung unserer Anliegen!