Die letzte Zeit war am H.O.F. noch bewegter als sonst. Die Saison ist wieder eröffnet, Besucher strömen von Nah und Fern zu uns, der Garten will Zuwendung, die Baustellen brauchen Betreuung, die KREATIVWerkstatt nimmt an Geschwindigkeit zu, Veranstaltungen sollten geplant, organisiert und durchgeführt werden. Kurzum, wir sind ganz schön im täglichen Wahnsinn gefangen und hechten den Ereignissen zumeist nur hinterdrein.

Dabei ist vor kurzer Zeit etwas passiert, was unsere Uhren urplötzlich stillstehen hat lassen, alle Problemchen und Sorgen von einem Moment auf den nächsten unwirklich und völlig nebensächlich erscheinen hat lassen und uns wachgerüttelt hat. Wenig denken wir in dieser Midlife-Phase unseres Daseins über die eigene Vergänglichkeit nach. Ein funktionierender Körper und ein fitter Geist sind Selbstverständlichkeiten, die wir als gegeben hinnehmen. Wenn plötzlich nichts mehr geht nehmen alltägliche Momente eine ganz andere Bedeutung an: Die kleinen Füßchen auf meinem Bauch, das Lächeln beim ersten Augenaufschlag, das Glitzern in den Augen meiner Lieben. Ich atme das Glück.

Und möchte dieses Gefühl des „Bewusst Sein“ unserer eigenen Vergänglichkeit gerne mitnehmen, um im Alltag gelassener zu sein, mir Zeit zu nehmen für die kleinen Dinge, gut auf mich und meine Bedürfnisse schauen, achtsam sein mit den Menschen, die mir am Herzen liegen. Aber auch noch intensiver an unserer Vision arbeiten, eine noch stärkere Ausrichtung auf das Positive legen, noch größer träumen. Ein Schritt nach dem anderen.

Die letzten beiden Tage waren für mich wie ein Ausflug in die Zukunft und gleichzeitig ein TimeWarp in die Vergangenheit, meiner Zeit ohne Familie. Ein Vorgeschmack auf die Unabhängigkeit, der ein immer selbständiger werdender Nachwuchs mit sich bringt. Gleichzeitig voller Vorfreude darauf, aber auch mit einem weinenden, melancholischem Auge schaue ich auf die Zeit nach dieser „Reproduktionsphase“. Die erste Nacht meines „Babys“ ohne mich, das Abnabeln, das Abschied nehmen von meiner Rolle als Vollzeit-Mama. Die Rückeroberung meines Körpers, meiner eigenen Bedürfnisse, gespalten zwischen dem Gefühl der Freude und der Trauer.

Das Loslassen von Erwartungshaltungen, das Vertrauen darauf, das das Neue genauso gut und richtig sein wird, braucht Übung. Und ich übe fleissig auch das Nein sagen und Grenzen ziehen.

Gestern hat mir Andrè Stern im Interview für unsere Online-Radiosendung für das Freilerner Studio auf MITANANDA Reden gesagt, dass der Umbruch nicht mehr übersehbar ist, die Menschen bereit sind für die Veränderung. Sogar die Wissenschaft bisher als spirituelle Spinnereien abgetane Ideen als erwiesene Fakten darlegt. Die Begegnung mit diesem wundervollen Menschen hat mich sehr berührt, seine Gabe, Menschen zu bewegen, ohne je belehrend oder arrogant zu wirken, ist einzigartig. Seine Großzügigkeit, unsere Initiative zu unterstützen und die damit einhergehenden wertvollen Begegnungen und Möglichkeiten erstaunen mich. DANKE an dieser Stelle an dich, lieber Andrè!

Ich staune aber auch über die Selbstverständlichkeit, mit der es mir gelungen ist, Material für unsere Livesendung zu sammeln, wie leicht und fluffig uns die Zusammenarbeit im Team gelingt, wie professionell die Ergebnisse werden und ganz generell wie viel Spaß „Arbeit“ machen darf! Dabei werden Energien frei, die mich wie auf Wolken schweben lassen und die Hoffnung nähren, ansteckend zu wirken auf andere, in ihre Eigenverantwortung zu gehen und ihr Leben in die Hand zu nehmen. Ein großer Dank auch hier an meine „Komplizinnen in crime“ Lini und Joya, es ist immer ein Fest mit euch!

Nicht zuletzt möchte ich auch den Daheimgebliebenen danken, dass sie „die Stellung gehalten haben“, mir für meine eigene Entfaltung Raum geben, im Fluss des Lebens mit mir schwimmen, gemeinsam mit mir wachsen und bedingungslose Liebe leben.

Die Wege sind so individuell verschieden wie die einzelnen Persönlichkeiten, aber die Rückeroberung unserer eigenen Glückseeligkeit lässt sich nicht mehr aufhalten. Mach auch du den ersten Schritt, „MITANANDA“ zurück in die Zukunft.

Alles Liebe

wünscht dir deine

Karin

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